Lehmfarbe: Was steckt dahinter?
Lehmfarbe ist eine Wandfarbe für den Innenbereich, bei der Lehm einen wesentlichen Bestandteil der Rezeptur bildet.
Bei Rysse wird die Lehmfarbe als Trockenpulver geliefert und erst vor der Verarbeitung mit Wasser angerührt. Dadurch unterscheidet sie sich schon in der Anwendung von vielen gebrauchsfertigen Dispersionsfarben.
Wie entsteht die Farbe?
Bei unserer Serie „Farben der Erde“ entstehen die Farbtöne durch die Auswahl und Kombination unterschiedlich gefärbter Lehme.
Für die Färbung dieser Serie werden keine zusätzlichen Pigmente eingesetzt.
Dadurch entstehen eher natürliche, mineralisch wirkende Farbtöne als vollkommen gleichförmige industrielle Farbflächen.
Wie wird Lehmfarbe verarbeitet?
Das Trockenpulver wird entsprechend der Verarbeitungshinweise mit Wasser angerührt.
Anschließend kann die Farbe – abhängig vom gewünschten Ergebnis – mit
- Rolle,
- Bürste oder
- Pinsel
aufgetragen werden.
Für ein gleichmäßiges Ergebnis sollte der Untergrund trocken, tragfähig und passend vorbereitet sein.
In vielen Fällen empfehlen wir eine geeignete Grundierung und einen zweilagigen Farbauftrag.
Wie sieht die fertige Oberfläche aus?
Die feine Körnung unserer Lehmfarbe liegt bei etwa 0 bis 0,1 mm.
Dadurch entsteht eine matte, fein strukturierte Oberfläche. Je nach Werkzeug und Verarbeitung kann die Fläche sehr gleichmäßig oder bewusst etwas lebhafter wirken.
Genau diese leichte Materialwirkung ist für viele der Unterschied zu einer vollkommen glatten Standard-Wandfarbe.
Was sollte man beachten?
Lehmfarbe eignet sich nicht automatisch für jeden Untergrund.
Entscheidend sind unter anderem:
- Festigkeit des Untergrunds,
- Saugfähigkeit,
- vorhandene Altanstriche,
- richtige Grundierung und
- Verarbeitungstemperatur.
Wer unsicher ist, sollte zunächst eine kleine Probefläche anlegen.
Fazit
Lehmfarbe ist keine komplizierte Spezialtechnik.
Wer Untergrund, Wassermenge und Verarbeitungshinweise beachtet, kann damit matte Wandoberflächen mit einer charakteristischen mineralischen Optik gestalten.
